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01.02.2010

Umfrage des Personalrates im Dezember

Meinungsbild der Bediensteten

Der Personalrat bat in seinem Flyer vom Dezember 2009 um um die Meinung der Beschäftigten der TU zurForderung des Personalrates an die Dienststelle, die Verhandlung für einen Haustarifvertrag unverzüglich aufzunehmen, da die geplante Überleitung in den TV-H nicht zustande kam.

Die TU-Mitarbeiter/innen waren mehrheitlich der Meinung, dass die arbeits- und tarifrechtlichen Bedingungen einheitlich sein sollten. Die unterschiedlichen Arbeitsstunden waren ein Thema. Gerade die Beschäftigten mit einer Arbeitszeit von 42 Stunden bemängelten dies stark. Generell wurde angemerkt, dass die Ungleichbehandlung zu Unzufriedenheit führen kann.

Es gab auch Antworten von Beschäftigten, die den TV-H mit Skepsis aufnahmen und es wurde nach den Vorteilen des neuen Tarifs, gerade für langjährig Beschäftigte, gefragt. Dieser Personengruppe ist es wichtig, dass die Überleitung nach TV-ÜH vorgenommen wird, um weitere Verschlechterungen auszuschließen.

Angeregt wurde auch, über die weitere Vorgehensweise in einer Personalversammlung abzustimmen.

Bemängelt wurde auch die verspätete Information durch das Präsidium. Einige Mitarbeiter/innen wären gerne früher in den Entscheidungsprozess über die Fortführung des TU-Gesetzes und den damit verbundenen Konsequenzen mit einbezogen worden.

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Stellungnahme des Personalrates

Arbeitszeit

Forderung nach einheitlichen Arbeitszeiten für alle!!!

BAT und MtArb

Der BAT und der MtArb wurden abgelöst durch den TV-L für die anderen Bundesländer und den TV-H für Hessen. Dabei wurden die beiden Tarifwerke für Angestellte und Arbeiter/innen zusammengeführt. Generell ergaben sich dadurch für die Arbeiter/innen Verbesserungen in der Bezahlung.

Welche Vorzüge hätte die Überleitung der Altverträge auf den neuen TV-H?

BAT und MtArb werden von den Tarifvertragsparteien nicht mehr verhandelt. Verbesserungen können nur im TV-L bzw. für uns im TV-H erzielt werden.

Im Überleitungstarifvertrag gilt die Besitzstandswahrung, d. h. keine Person würde weniger Geld verdienen. Fast alle Beschäftigten hätten eine 40 Stunden-Woche (Ausnahmen: Alle Kolleginnen und Kollegen, die zum 31.12.2009 das 58. Lebensjahr vollendet haben, behalten die gewohnte 38,5 Stunden-Woche bei; auch Schichtarbeiter und Kfz-Mechaniker würden weiterhin 38,5 Stunden arbeiten) und zum Teil ergäben sich sogar finanzielle Verbesserungen.

Der Personalrat fordert daher die sofortige Aufnahme von Tarifverhandlungen unseres Arbeitgebers, der TU, mit den Gewerkschaften ver.di und GEW mit dem Ziel der Überleitung aller Beschäftigten in den TV-H.

Dienstherrneigenschaft und Tarifautonomie

Die Dienstherrneigenschaft bedeutet, dass alle Beamt/innen seit 1.1.2010 Beamt/innen der TU sind und das Präsidium der TU der direkte Arbeitgeber aller Beschäftigten ist. Ansonsten haben alle Regelungen des Landes weiterhin Bestand.

Die Tarifautonomie bedeutet, dass die TU nun Tarife mit den Gewerkschaften für die Beschäftigten aushandelt.

Weiterhin im BAT

Der Personalrat sieht die Verletzung der Gleichbehandlung als gegeben an. Durch die Nicht-Überleitung in den TV-H arbeiten die ab Sommer 2004 eingestellten Beschäftigten weiterhin 42 Stunden und verdienen dadurch 12,5 % real weniger als die vorher eingestellten Beschäftigen.

Neu eingestellte Beschäftigte ab 2010 haben eine Reduzierung der Arbeitszeit auf 40 Stunden.

Unser Arbeitgeber ist hier zum Handeln aufgefordert.

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