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Kindergeld – Neue Berechnungsgrundlagen

Foto: Gila Hanßen
Foto: Gila Hanßen

Neue Berechnungsgrundlagen für den Bezug von Kindergeld bei Kindern in Ausbildung

Das Bundesverfassungsgericht hat am 11.01.2005 (2BvR 167/02) entschieden, dass die bisherige Praxis im Umgang mit Ausbildungsvergütung und dem Anspruch der Eltern auf Kindergeld verfassungswidrig war. Nach dieser Entscheidung dürften die Arbeitnehmeranteile an den Sozialversicherungsbeiträgen (wie die Werbungskosten) nicht bei der Berechnung der zur Verfügung stehenden Einkünfte berücksichtigt werden. Dementsprechend haben wesentlich mehr Eltern von Auszubildenden einen Anspruch auf Kindergeld als bislang angenommen.

Freigrenze für das Kindergeld

Bei einer bestimmten Höhe können eigene Eikünfte und Bezüge eines volljährigen Kindes zum Verlust des Kindergeldes führen. Und zwar besteht bei volljährigen Kindern eine Freigrenze. Wird diese überschritten, erlischt der Anspruch für den gesamten Bewilligungszeitraum und muss an die zuständige Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit zurückgezahlt werden.

Seit 2010 liegt die Freigrenze bei 8.004,- Euro pro Jahr, zuvor lag sie bei 7.680,- Euro.

Diese Freigrenze ist als Bruttobetrag anzusehen.

Es werden allerdings unter anderem noch Werbungskosten, Betriebgsausgaben und Sozialversicherungsbeiträge abgezogen.

Einkommensanrechnung beim Kindergeld

Der Betrag von 8.004,- Euro gilt, wenn das volljährige Kind für das komplette Jahr Kindergeld bekommen hat. Hat es hingegen beispielsweise nur von Januar bis August, also acht Monate im Jahr, die Voraussetzungen für den Erhalt von Kindergeld erfüllt, so beträgt die Freigrenze acht Zwölftel von 8.004,- Euro. Das sind 5.336,- Euro.

Bei der Berechnung der Freigrenze werden die Zeiten, in denen das Kind vollzeitbeschäftigt war, nicht mit einbezogen. Es zählt also nur das Einkommen aus dem Zeitraum, für welchen auch ein Kindergeldanspruch besteht.